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3.0 TDI Öldruckproblem - Ursachen, Symptome und was wirklich dahinter steckt

Einleitung

Der 3.0 TDI V6-Dieselmotor zählt zu den bekanntesten Aggregaten aus dem Volkswagen-Konzern.

Er steckt in einer Vielzahl von Fahrzeugen - vom Audi A4, A6 und A7 über den Q5 und Q7 bis hin zum Volkswagen Touareg und Porsche Cayenne Diesel.

Seine Stärken: Laufruhe, kräftiges Drehmoment und hohe Laufleistung.

Seine Schwächen: abfallender Öldruck bei warmen Motor.


Das typische Fehlerbild

Viele Fahrer berichten über ähnliche Symptome:

  • Rote Öldruckwarnung nach längerer Fahrt oder warmen Leerlauf

  • Metallisches Klackern oder Nageln bei niedriger Drehzahl

  • Öldruckwerte deutlich unter 2 Bar im Live-Daten-Log

  • Keine Fehler im Speicher, aber auffälliges Verhalten bei >100°C


In der Werkstatt zeigt sich dann oft: mechanisch alles in Ordnung - das Problem steckt in der Softwareansteuerung des Öldrucks.


Warum der 3.0 TDI den Öldruck künstlich absenkt

Der 3.0 TDI (Motorbaureihen EA896, EA897 und EA897 evo) verwendet eine volumenstromgeregelte Ölpumpe, die elektronisch angesteuert wird.

Diese Pumpe hat zwei Druckniveaus: niedrig für Teillast - hoch für Volllast.


Audi / Volkswagen hat die Software so programmiert, dass der Öldruck in bestimmten Bereichen bewusst reduziert wird, um:

  • mechanische Reibung zu senken,

  • den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren,

  • um die CO₂- Emissionen zu optimieren.


Das klingt gut auf dem Papier - in der Praxis führt es dazu, dass der Motor dauerhaft mit grenzwertigem Druck läuft, vor allem im Leerlauf oder bei höheren Öltemperaturen.


Was das im Detail bedeutet

Der Motor regelt den Öldruck softwareseitig auf ca. 1,3 - 1,5 bar bei warmen Leerlauf herunter.

Bei neuen oder dichten Systemen ist das unkritisch.

Aber mit zunehmender Laufleistung (>150.000 km) kommt Verschleiß hinzu:

  • die Ölpumpe arbeitet weniger effizient,

  • die Druckregelung reagiert träger,

  • die Lager und Ventilsteuerung haben höheren Durchfluss.


Das Resultat: Der reale Druck fällt im Leerlauf auf 0,8 - 1,0 bar - und das reicht nicht mehr für eine sichere Schmierung.


Bei über 100°C Öltemperatur kann der Druck sogar unter 2 bar bei 2000 U/min sinken.

Dadurch laufen Lager, Turbolader und Nockenwellenversteller im Grenzbereich.


Konsequenzen bei Nichtbehebung

Wenn der Öldruck regelmäßig zu niedrig ist, entsteht mittelfristig:

  • Lagerschäden an Pleuel und Kurbelwelle

  • erhöhter Verschleiß am Turbolader

  • hydraulische Probleme bei den Verstellern (Phasenschieber)

  • Hitzeeintrag ins Öl und damit beschleunigte Alterung


Diese Schäden bauen sich schleichend auf - meist ohne sofortige Motorausfälle, aber mit teuren Folgeschäden nach einigen tausend Kilometern.


Die Lösung: Öldruck-Fix per Softwareanpassung (nur außerhalb der StVZO)


Die Ursache ist klar: Der werkseitige reduzierte Öldruck schützt die Umwelt, aber gefährdet auf Dauer den Motor.

Die Lösung ist deshalb logisch - die Öldruckregelung muss wieder auf ein stabiles, technisches Niveau gebracht werden.


Was beim Underground Garage Öldruck-Fix passiert

Der Öldruck-Fix ist eine gezielte Softwareanpassung, die die werksseitige Druckkennlinie korrigiert.

Dabei werden die Parameter in der Motorsteuerung so verändert, dass der Öldruck auch bei hohen Öltemperaturen stabil im sicheren Bereich bleibt.


Wichtig:

Es handelt sich nicht um eine Leistungssteigerung und keine Manipulation der Abgasnachbehandlung.

Die Anpassung betrifft ausschließlich die Öldruckregelung im internen Schmierkreislauf.


Technisch gesehen - was sich ändert

  • Die werkseitige Druckbegrenzung wird leicht angehoben, sodass das System früher in den Hochdruckmodus wechselt.

  • Das sorgt dafür, dass die Pumpe auch bei Temperaturen über 100°C noch genügend Druck liefert.

  • Gleichzeitig bleiben alle Schutzstrategien (z.B. Notlauf bei realem Druckabfall) aktiv - du bekommst also mehr Stabilität, ohne Sicherheitsfunktionen zu verlieren.


Das Ergebnis:

Der Druck bleibt kostant - unabhängig von der Temperatur, Laufleistung oder Ölviskosität.


Welche Motoren betroffen sind

Der Fix wurde ursprünglich für den 3.0 TDI V6 (EA896/897) entwickelt, zeigt aber auch Wirkung bei verwandten Baureihen mit ähnlicher Pumpenregelung:

  • 2.7 TDI V6 (EA896)

  • 4.2 TDI V8 (EA898)

  • 3.0 TDI V6 EA897 evo / evo2 mit Motorkennbuchstaben CRTD, CRTC, CVWA, DPYD, DMGA

  • Fahrzeuge wie Audi A4, A5, A6, A7, Q5, Q7, VW Touareg, Porsche Cayenne Diesel


Rechtlicher Hinweis - wichtig!

Da diese Anpassung die werkseitige Öldruckregelung verändert, kann sie die Abgaswerte geringfügig beeinflussen.Deshalb gilt sie nicht als zulässig für den Straßenverkehr und darf nur außerhalb der StVZO eingesetzt werden, z. B.:

  • auf Prüfständen

  • bei Motorsport-/Trackday-Fahrzeugen

  • oder für Testzwecke

Der Eingriff wird dokumentiert, und das Original - Softwarefile bleibt immer als Backup gespeichert.

So kann jederzeit der Serienzustand wiederhergestellt werden.


Ablauf des Öldruck-Fix

  1. Fahrzeugdiagnose / Backup - Serien - Software auslesen und sichern

  2. Softwareanpassung durchführen - Anpassung der Öldruckkennfelder

  3. Überprüfung & Logging - Kontrolle des realen Öldrucks bei verschiedenen Temperaturen

  4. Fertigstellung / Dokumentation - Protokoll & optional Diagramm mit Vorher/Nachher - Werten

Dauer: ca. 30–45 Minuten

Preis: 199 € Endpreis (nach § 19 UStG, keine MwSt.)


Ergebnis

  • Stabiler Öldruck in allen Drehzahlbereichen

  • Kein Warnsignal mehr bei heißem Öl

  • Besseres Ansprechverhalten vom Turbolader

  • Geringerer Verschleiß an Lagerstellen

  • Reversibel auf Serienzustand

 
 
 

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